FMEA Bewertung
Die Bewertung erfolgt durch interdisziplinäre Teams,
Die Bewertung erfolgt durch interdisziplinäre Teams, die jeweils Punkte von „1“ bis „10“ vergeben.
- Auftretenswahrscheinlichkeit der Ursache (gering = „1“ bis hoch = „10“)
- Entdeckenswahrscheinlichkeit der Ursache (hoch = „1“ bis gering = „10“)
- Bedeutung der Fehlerfolge wird aus der Sicht des Kunden bewertet (gering = „1“ bis hoch = „10“).
Der Kunde kann hierbei sowohl der Endkunde als auch ein (z. B. firmeninterner) Zwischenkunde sein, der die FMEA fordert. Risikoprioritätszahlen (RPZ) können zur Rangfolge für die Vereinbarung von Gegenmaßnahmen im Entwicklungsprozess genutzt werden. Die RPZ allein ist zur Beurteilung von Risikopotentialen nicht geeignet. Eine RPZ bspw. von 120 kann auf verschiedene Art und Weisen entstanden sein, wie z.B. aus B x A x E = 10 x 3 x 4 oder aber aus 5 x 8 x 3. Eine Bedeutung von B=10 und eine eher mäßige Entdeckung von E=4 ist weniger akzeptabel als eine Fehlerfolge, bewertet mit B=5, die sehr häufig auftritt (A=8)aber gut entdeckt wird (E=3).
Verschiedene Firmen haben eigene, an die Normenwerke angelehnte, Kataloge zur Bewertung von Risiken und Kriterien für die Ergreifung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung definiert.
Nach der Erstbewertung und abgearbeiteten Maßnahmen erfolgt eine erneute Risikobewertung: Es wird durch nochmalige Ermittlung einer Risiko-Prioritäts-Zahl RPZ geprüft, ob die geplanten Maßnahmen ein befriedigendes Ergebnis versprechen (Die Bedeutung der Fehlerfolge bleibt unverändert.). Entspricht das Ergebnis noch nicht den geforderten Qualitätsansprüchen des Kunden, so müssen weitere Vermeidungs- oder Entdeckungsmaßnahmen ergriffen und/oder Lösungsansätze entwickelt werden.
Die VDA Bände 4, Teil 2 und 3 empfehlen detailliert eine systematische Vorgehensweise.

